Zur Förderung wissenschaftlicher Exzellenz und interdisziplinärer Forschung im Geiste von Professor Albert Speer (jun.) unterstützt die Stiftung Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich mit Themen der räumlichen Planung, des Städtebaus und der nachhaltigen Raumentwicklung beschäftigen.
In besonderen Fällen vergibt die Stiftung Stipendien, um wissenschaftliche Arbeiten in ihrer Anfangs- oder Abschlussphase zu fördern und innovative Ansätze in Forschung und Praxis zu unterstützen.
Folgende Stipendien wurden bisher vergeben:
Internationales Doktorandenkollegs Forschungslabor Raum (IDK)
Das Doktorandenkolleg bietet herausragend befähigten Doktorierenden die Möglichkeit, sich im interdisziplinären und grenzüberschreitenden Austausch mit raumbedeutsamen Fragestellungen von hoher gesellschaftlicher Relevanz auseinanderzusetzen. Anhand konkreter Fallbeispiele und eines gemeinsamen Rahmenthemas wird dieser Austausch angeregt und die Entstehung eigenständiger, origineller wissenschaftlicher Beiträge gefördert.
Begleitende Lehrveranstaltungen und Gastvorträge renommierter Fachleute vermitteln vertiefendes Wissen in Methodik, Entwurf und Kommunikation.
Das Forschungslabor Raum geht auf eine Initiative der Professur für Raumentwicklung der ETH Zürich (2010) zurück. Beteiligt waren Professuren der TUs München, Wien, Berlin und Dortmund, des KIT Karlsruhe sowie der Universität Stuttgart.
Im Rahmen des «Internationalen Doktorandenkollegs Forschungslabor Raum» (IDK) wurden Stipendien an Doktorierende vergeben, um ihnen in der Schlussphase ihrer Dissertation zusätzliche Spielräume zu eröffnen.
Forschungsprojekts «Erinnerungskultur»
Das Forschungsvorhaben von Amar Bašić, Doktorand an der RPTU Kaiserslautern an der Professur für Stadtplanung, zielt darauf ab, exemplarisch an Fallbeispielen sogenannter Märtyrerdörfer aufzuzeigen, wie Erinnerungsarbeit als integraler Bestandteil in die Raumentwicklung eingebunden werden kann. Damit wird ein bislang unterrepräsentiertes Spannungsfeld zwischen kollektiver Erinnerung, räumlicher Transformation und nachhaltiger Entwicklung adressiert, um neue Perspektiven zu eröffnen und gelebte Demokratie zu festigen. Die aktive Verbindung von Erinnerungskultur mit Regionalentwicklung erfüllt nicht nur die Bewahrungsfunktion historischer Erfahrung, sondern versteht diese zugleich als Ressource für soziale und wirtschaftliche Resilienz. Amar Bašić wurde dabei durch ein Stipendium in der Konzeptions- und Dispositionsphase seiner Dissertation unterstützt.
Im Rahmen des Projekts «Reaktivierung der Peloponnesbahn» (Griechenland)
Das von Maurice Grams-Dietiker (HSLU Luzern, Studiengang Design, Film, Kunst) initiierte Filmprojekt Leontari beschäftigt sich mit der Geschichte und der Zukunft der im Jahr 2011 stillgelegten Bahnstrecken auf dem Peloponnes und knüpft unmittelbar an das bestehende Reaktivierungsprojekt an. Mit seiner gestalterischen Annäherung und der filmischen Übersetzung leistete er gemeinsam mit seinem Team einen poetisch-filmischen Beitrag, der einen optimistischen Blick in die Zukunft eröffnet und zugleich für das Reaktivierungsprojekt sensibilisiert.
Der Film wurde beim International Film Festival in Kalamata (Peloponnes) ausgezeichnet.
Leontari entstand als Abschlussprojekt seiner Bachelorarbeit im Fach Regie und wurde durch ein Stipendium unterstützt.


